Besuch der Jedermänner
vom TV 1867 Bad Sobernheim e.V.
vom 30.05. bis 01.06.03.

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In der Zeit vom 30.5. 1.6.2003 waren 14 unserer Freunde aus Bad Sobernheim zu ihrem sechsten Besuch in Achim. Vor zwei Jahren waren wir zum sechsten Male in Bad Sobernheim.

Mitten in die Vorbereitung dieses Besuches überraschte uns alle Hermanns Tod am 30.4.2003. Zunächst waren wir am überlegen, ob dieser Besuch unter diesen Umständen überhaupt stattfinden sollte. Nachdem Hermanns Frau Lina dem Verfasser dieser Zeilen bereits am 1.5.2003 die Mappe mit den Planungs-Unterlagen zur Verfügung stellte und ausdrücklich um Durchführung des Besuches bat, da das sicher in Hermanns aber auch in ihrem Sinne sei, konnten wir mit den Vorbereitungen fortfahren, Hermann hatte ja bereits eine Menge vorbereitet. und es erklärten sich spontan mehrere Eumel zur Mitarbeit bereit, sodass das endgültige Programm zügig zusammengestellt und den Sobernheimern mitgeteilt werden konnte.

Bei der Ankunft der Jedermänner auf dem Achimer Bahnhof wurden sie nicht nur von den anwesenden Eumeln herzlich begrüßt, sondern auch vom Bahnhofspersonal, das über Lautsprecher ein herzliches Willkommen entbot und ein paar schöne Tage in Achim wünschte. Nachdem das Gepäck in die beiden bereitgestellten Autos verladen war, ging es zum "Alten Schützenhof" wo die offizielle Begrüßung stattfand und ein leckeres Mittagessen eingenommen wurde. Auf ausdrücklichen Wunsch der Jedermänner besuchten wir dann Hermanns Grab und verweilten dort einige Minuten in stillem Gedenken.

Weiter ging es dann zu Jürgen Wehmeyer, der uns in seinen Garten auf die Terrasse eingeladen hatte, wo wir von seiner Frau Ulrike, assistiert von Jürgen und Sohn Alexander mit kalten Getränken, Kaffee und Kuchen fürstlich bewirtet wurden. Nach einem gemeinsamen Foto ging es dann weiter zur Kaserne, wo die Jedermänner für die beiden Nächte untergebracht waren.


Gartenparty!

Am Abend wurde dann in der Gymnasium-Halle unter Harrys Leitung gemeinsam Sport getrieben. Beim Volleyball gab es einen Leichtverletzten Jedermann, Ernst Köhler, der aber schnell wieder zu seiner bekannten "Hochform" fand. Ein Abendessen bei Dieter Willhelm und ein ausgiebiger Klönschnack beendeten den ersten Tag.

Am Samstagmorgen ging es mit Privatautos zunächst nach Vegesack, wo das Segelschulschiff Deutschland liegt. Harry berichtete, dass das Schiff 1927 als sogenannter Rah-Segler gebaut wurde, es sich also um ein Vollschiff und nicht um eine Bark handelt. Anschließend bummelten wir über das Vegesacker Hafenfest-Gelände. Weiter ging die Fahrt nach Neuenkirchen, wo von dem Wirt des Neuenkirchener Landhauses mit ein paar markigen Sprüchen eine kräftige Erbsensuppe serviert wurde. Planmäßig ging es dann weiter zum U-Boot-Bunker Valentin. Dort informierte uns ein Marineoffizier über die Planung und den Bau dieses Bunkers, der von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen gebaut wurde und wie viel Leid und Elend unter den Männern verursacht wurde. Eine Führung durch den Bunker, der zu 40% zugänglich ist, schloss sich an und hat bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die Fahrt nach Neuenkirchen und die Führung durch den U-Boot-Bunker hat Dieter Mindermann nach Rücksprache noch mit Hermann komplett organisiert, dafür gebührt ihm unser herzlicher Dank.

Am Abend fand dann der traditionelle Abend mit Damen im Hirtenhaus in der Marsch statt. Erhard Mattern begrüßte die Damen und ganz besonders Lina, die trotz allem was geschehen war, an diesem Abend dabei sein wollte, ein herzlicher Applaus tat ihr sichtlich gut und war auch ein Trost. Es gab ein köstliches Spargel-Menu, das allen Teilnehmern gut gemundet hat. Als Gastgeschenk erhielt dann jeder Sobernheimer einen Kaffeepott mit dem Achim-Logo und einen Einkaufsbeutel ebenfalls mit dem Logo. Damit die Freunde auch wissen sollten, was mit diesem Kaffeepott, sprich großer dicker Tasse, alles angestellt werden kann, bekam jeder mit einem Hinweisspruch dieses Gastgeschenk überreicht. Der Chef der Sobernheimer Gerhard Melcher bedankte sich herzlich bei den Eumeln für die Gastfreundschaft und bat dann Otto Michel etwas über das sogenannte Mainzer Becken zu berichten, das vor 30 Millionen Jahren aufgrund der Meeresverbindung zwischen Nordsee und Mittelmeer bei Steinhardt eine Ausbuchtung machte. Es sollte sich anschließend erst herausstellen, aus welchem Grund dieser Vortrag erfolgte. Die Bariumchlorid haltigen Quellen im Brandungsgebiet bewirkten durch das ständige Hin und Her die Entstehung von eingeschlossenen Holzstücken und Muscheln zu sogenannten "Steinhardter Erbsen". Manni Petzhold verteilte nun selbstgesammelte "Erbsen", die auf dem Hof mit einem dicken Hammer zerschlagen wurden, um festzustellen, ob Holzstücke bzw. Muscheln enthalten waren. Wer von uns Achimern eine Erbse mit Inhalt fand, erhielt als Belohnung eine Flasche Wein aus Sobernheim, dieses war eine ganz andere Art, ein Gastgeschenk zu übergeben. Anschließend wurde in fröhlicher Runde, unterbrochen von einem originellen Sketch über eine Gerichtsverhandlung von Roman Sattler, bis zum Teil in die späte Nacht weitergefeiert. Die Fahrt von der Kaserne zum Hirtenhaus und zu später, teilweise zu sehr später Stunde wieder zurück, wurde von einigen fahrtüchtigen Eumeln mit Privatfahrzeugen vorgenommen, alle Achtung!!!


Am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr wurde das Gepäck verladen, und wir fuhren wiederum mit Privat-Autos zum Bremer Flughafen, stellten die Autos dort ab und fuhren mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Bei einem Spaziergang durch das Schnoorviertel wusste Jürgen erstaunliche Einzelheiten über dieses alte Bremer Viertel zu berichten. Nach einem Gruppenfoto unter dem Roland (links) war Frühschoppen an der Schlachte im "Paulaner Biergarten" angesagt.

Am Nachmittag sorgte dann Dieter Mindermann als ehemaliger Mitarbeiter des Bremer Flughafens dafür, dass die Jedermänner bereits um 15:00 Uhr einchecken konnten. Anschließend berichtete er über die Geschichte des Bremer Flughafens und machte mit uns eine Führung durch das Flughafen-Gelände. Diese Führung hatten wir Eumel mit ihm bereits während der Matinee 2001 mitgemacht. Die Jedermänner waren von der angenehmen Art des Vortrages und der Führung selbst sehr beeindruckt, zumal wir bei der Rundfahrt direkt unter einer einschwebenden Maschine standen. Erhard Mattern dankte Dieter Mindermann für die Führung und versprach ihm einige Flaschen Wein aus Bad Sobernheim als Dank. Die übergabe ist inzwischen erfolgt.

Gegen 18:00 Uhr fand die herzliche Verabschiedung statt, da die Lufthansa-Maschine um 18:25 Bremen verlassen sollte. Wir Eumel versprachen, in zwei Jahren wieder zum Gegenbesuch-Besuch nach Sobernheim zu kommen. So endete die zwölfte Begegnung zwischen den Jedermännern und den Eumeln.

Ein ganz herzliches Dankeschön möchte ich allen Eumeln sagen, die bei der Organisation und dem "Fahrdienst" zu dem guten Gelingen des Besuches beigetragen haben: Horst Kunke, Harry Kurth, Klaus Leicht, Klaus Müller, Jürgen Scheler, Horst Schubert, Manfred Stecher, Torsten Tietge, Paul Vogeler und Jürgen Wehmeyer. An den drei Tagen nahmen insgesamt 27 Eumel an den verschiedenen Aktivitäten teil, auch ihnen gilt mein Dank.

Erhard Mattern


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© Be 23.6.2003, zuletzt bearbeitet am 14.7.03.